Die Feengräber Sardiniens

Vermutlich aus der Kupferzeit stammen diese besonderen Grabstätten: Die sogenannten “Domus De Janas“, was frei übersetzt “Haus der Feen” bedeutet. In Sardinien sind diese von Menschenhand geschaffenen Objekte aus der Nuraghenzeit allgegenwärtig. In den Fels geschlagen und dort integriert, dienten sie als letzte Ruhestätte der Weisen und Geschätzten einer Dorfgemeinschaft. Die Grabstätten bestehen aus verschiedenen Räumen, die mittels kurzer Gänge verbunden sind.

Feengrab auf Sardinien

Feengrab auf Sardinien (Foto von Mauro Mereu, Lizenz)

Als beeindruckendste Toten Gedenkstätte zählt sicher Nekropolis, die sich im Südwestlichen Teil Sardiniens befindet. Die größte Ausgrabungsstätte hingegen befindet sich nördlich von Macomer. Sie besteht aus 18 Kammern und Räumen. Zumeist sind diese Stätten rechteckig und werden von Säulen getragen, die teilweise mit Verzierungen versehen sind. Man huldigte damals der Anbetung der Naturgötter. Daher sind am Eingang oftmals deren Symbole eingeschnitzt. Hierbei dominieren die Magna Dea Mater- die Muttergöttin sowie der Dio Torro- der Stierkönig.

Bei der Beerdigungszeremonie wurden dem Toten Gaben wie Nahrung und Schmuck beigelegt. Das Ritual des Begräbnisses ging über mehrere Stunden und teilweise Tage. Danach wurde der Eingangsbereich verschlossen und man zeichnete die roten Symbole auf. Es wird vermutet, dass die Farbe Rot für das damalige Volk die Bedeutung Leben besaß.

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